SCHLOSS SCHEIBENHARDT

 

Ein malerisches Schloss für kreative Köpfe

Umgeben von Wild und Wald

Decken voller Stuck

Böden gleich bunten Regenbögen

 

Ort sich zu verlieren

Ort sich zu finden

Ort ohne Sinn

Ort voller Wahnsinn

 

Innerlich voll schwachem Sinn und Stunk

Umgeben von Reichtum und Prunk

Tausende Prozesse und Wehen

Sprungbrett zum Ruhm und Ansehen

 

Ratten im Schatten

Überall Marienkäfer

Unendliche Pinselstriche

Alle Spektralfarben

 

© Andreas Reck 2016

      November 2016

 

VOM BEWUSSTSEIN

 

Ich denke nicht

dass ich durch DENKEN weiter DENKE

ich fühle nicht

dass ich durch FÜHLEN stärker FÜHLE

 

Wird werden mehr verlieren

wenn wir bewusst verlieren

Denken wir absolut ans Siegen

werden wir absolut unterliegen

 

Man liebt nicht durchs Liebe lieben

Der unbewusste Liebesfluss wird länger fließen

 

Nichtbewusstsein bestand vor dem bewussten Sein

Bewusstsein werden wir verlieren

das Nichtbewusstsein nie und nimmer

das Nichtbewusstsein ist für immer

 

© Andreas Reck 2016

      November 2016

 

 

GESTALTUNGSHINWEISE

ANGEMESSENES FRÜHLINGSERWACHEN

 

Lass schwarze Krähen weiter ihre Kreise kreisen

Steck in die Luft auch bunte Meisen

Nimm nicht die grellen bunten Papageien

den zarten deutschen Frühling einzuweihen

 

Akustisch genügt der schlichte Reiher

er weiht Ihn ein mit seiner Leier

Nimm aber auch den Specht

er bringt Rhythmus und ist auch echt

 

Wie du es auch machen tust

Die Message die du sagen tust:

Winter wieder Bett

Frühling findet Wachsein wieder nett

 

Wie du es auch machen tust

Die Message die du sagen tust:

Winter garnicht nett

Frühling wieder aus Bett

 

© Andreas Reck 2016

      November 2016

 

 

 

DEM WINTER ZU TROTZ

 

Farbenfrohe Vögel sitzen auch auf kahlen Winterbäumen

Fischschwärme treiben auch unter dicken Eissschichten

dem Winter zu Trotz

ihr Unwesen

 

Der Tanzbär tanzt zu dieser Zeit nicht

Nicht „Cha Cha Cha“ und auch kein „Walzer“

Er ruht in langem tiefen Frieden

Geht frei und glücklich nach in seinem Traum

all seinen jahrelangen mit Hieben unterdrückten Trieben

 

Empfinden wir die winterliche Welt

zu schlicht und trist

Können wir unsere Augen schließen

Uns in eigene Welten vertiefen

 

Nur mit geschlossenen Augen

lassen sich die wirklich neuen Welten erschließen

 

© Andreas Reck 2016

      November 2016

 

 

 

Menschliche  BEZIEHUNGEN

WELTLICHER VATER

 

Vater, höre auf um mich zu sorgen

Vater, deine Sorgen werden meine Sorgen

Ohne Sorgen fühlen wir uns geborgen

Ohne Sorgen, lieber befürworten

 

Vater, bitte begrenze nicht

Vater, bitte erweitere deine Weltansicht

Sprich mit mir von Angesicht zu Angesicht

Gleichgestellt Unverstellt

 

Vater, gebe ohne Fordern

Vater, gebe ohne Macht

Vater, liebe ohne Zweifel

Vater, liebe ohne Ängste

 

Unterstützen, nicht unterdrücken

Aufstehen, nicht bücken

 

© Andreas Reck 2016

      November 2016

 

ALLMÄCHTIGER VATER

 

Vater, wenn du allmächtig bist

warum forderst du von uns

Vater, wenn du Vater bist

bist du auch Mensch

Vater, wenn du Mensch bist

dann bitte kein Vater

Vater, ich brauche keinen Vater

Vater, mir genügt mein Vater

 

© Andreas Reck 2016

      November 2016

 

 

WE ARE FAMILY

 

Mama sagt weniger denken, denke ich??

Papa sagt mehr, tun tue ich??

Bruder sagt er besser

Schwester sagt ich schlechter

 

OPA ist schon längst ein TOTA

Oma TOTAL auch

LA TOT auf beiden Seiten

TOTAL TOTAL
FATAL FATAL

 

Cousine mag gerne Honig

Trotzdem keine flotte Biene

Eher übervoll mit süßem Nektar

Zuviel süßer Nektar verbitterte meine süße Honig Cousine

 

Cousin mag gerne WEIN

Cousin hat zwei BEIN

Cousin mag gerne SCHLECHTEN REIM

Hauptsache BEISAMMENSEIN

 

© Andreas Reck 2017

      Juli 2017

 

GRABLEGUNG

 

Alle sind zutiefst verstört

Onkel liegt grabestief und tot

Grau liegt heut die Wolkendecke

Über Ihm und über Uns

 

Schicke Kleider tragen wir so gut wie nie

Doch nach Gevatter Todes Philosophie

Leider alle schwarz und grau
Farben sind da keine

 

Zusammengekommen sind wir nur selten

An diesem kühlen Wintertag

werden wir uns zusammen am Grab erkälten

 

© Andreas Reck 2016

      November 2016

 

 

VIERAUGE MANN

 

Meine Brille hat zwei Augen
Deshalb habe ich Vier

 

Vier Augen machen deutlich schlauer
Vier Augen machen deutlich grauer

 

Mit Vier sehe ich zwar super RAUS

Aber total beschissen AUS

Betrachten möchte mich so keine MAUS

Keine MAUS folgt mir so in mein SCHNECKENHAUS

 

 

Meine Linsen haben keine Augen

Deshalb habe ich nur Zwei

 

Zwei Augen machen deutlich dümmer

Zwei Augen machen deutlich jünger

 

Mit Zwei sehe ich super RAUS

Mit Zwei sehe ich VOLL NORMALO AUS

Betrachten möchte mich so jede MAUS

Jede Maus folgt mir so in mein SCHNECKENHAUS

 

 

 

© Andreas Reck 2017

      November 2017

 

VENUS MÄNNERFALLE

 

Sie öffnen sich und strahlen aus
Wesen einzufangen

Männer werden Fliegen sind befangen

Frauenaugen den Pflanzenfallen gleich

verführen einen in ihr Reich

 

Man kann es Ihnen nicht ankreiden

Man kann es nicht vermeiden

Sie brauchen ihre Nahrung

Sie bekommen sie

 

Um das Schöne zu erhalten

müssen Männer wie Fliegen erkalten

Es enstehen neue Menschenwesen und Blüten

welche Frauen und Pflanzen behüten

 

Man sieht den Sinn im Kreislauf

Männer und Fliegen gibt es zuhauf

Wachsen Lust

Fortbestehen benötigt auch Vergehen

 

 

© Andreas Reck 2016

      November 2016

 

 

DILETANTISCH SEXISTISCHES LIEBESGEDICHT

 

Ich gerne mit dir Wein

Ich gerne mit dir Sein

 

Ich auch haben Drittes Bein

Ja du Fein

 

Ich DU WOLKE 7

DU Ich WOLKE 7

 

Ich toller Macker, Albtraumprinz

Du tolle Tochter Märchenkönigin

 

Ich schlaflos
Du schlaflos

 

Zusammen schlafen

Garnicht schlafen

 

© Andreas Reck 2017

      Juli 2017

 

 

SCHÖNES NICHT GANZ SO DILETANTISCH SEXISTISCHES LIEBESGEDICHT

VIER SCHULTERN

 

Vier Schultern sind doch einfach auch zu viel

Vier Schultern müssen doch auch gleich doppelt soviel ertragen

 

Ich weiß es nicht ob ich das möchte

Doch kann man nicht immer wie man möchte

 

Ich weiß es nicht ob ich das möchte

Ich möchte mich doch selber tragen und keine weiteren zwei Schultern haben

 

Lieber zwei statt einsam

Lieber zwei statt viersam

 

Bei dir finde ich Ruhe

Bei dir finde ich Schwäche

 

Bei dir finde ich Ruhe 

Bei dir finde ich Stärke

 

 

© Andreas Reck 2017

      August 2017

 

 

 

GEGENSÄTZE I

 

Wenn DU Katze dann ICH Hund

Wenn DU Hund dann ICH Katze

 

Wenn WIR beide Katze

ICH trotzdem Hund

Wenn WIR beide Hund

ICH trotzdem Katze

 

DU und ICH werden niemals grün zusammen

DU und ICH werden niemals dicke

 

Du bleibst dumm und fett

Ich strahl gelb und nett

 

© Andreas Reck 2017

      Juli 2017

 

 

GEGENSÄTZE II

 

Wenn DU Aldi dann ich Lidl

Wenn DU Lidl dann ich Aldi

 

Wenn WIR beide Aldi

ICH trotzdem Lidl

Wenn WIR beide Lidl

ICH trotzdem Aldi

 

DU und ICH niemals Trendy(c)

DU und ICH niemals gleiche Frischgetränke

 

DU bleibst schlecht und billig

ICH bleib gut und günstig

 

© Andreas Reck 2017

      Juli 2017

 

"LEIDER KEINE LOGISCHE ÄQUIVALENZ"

"LEIDER KEINE LOGISCHE ÄQUIVALENZ"

 

 

Liebe Liebe Liebe Liebe Liebe Liebe Liebe Liebe  GEWOHNTHEIT                            AUSRUFEZEICHEN AUSRUFEZEICHEN

Begeisterung Begeisterung Begeisterung Begeisterung  GLEICHGÜLTIGKEIT      AUSRUFEZEICHEN AUSRUFEZEICHEN

 

Neues Neues Neues Neues Neues Neues Neues Neues Neues  ALTES                     AUSRUFEZEICHEN AUSRUFEZEICHEN

Freude Freude Freude Freude Freude Freude  NICHT FREUDE                                  AUSRUFEZEICHEN AUSRUFEZEICHEN

 

 

GEWOHNTHEIT GEWOHNTHEIT GEWOHNTHEIT GEWOHNTHEIT  Liebe                FRAGEZEICHEN FRAGEZEICHEN

GLEICHGÜLTIGKEIT GLEICHGÜLTIGKEIT GLEICHGÜLTIGKEIT  Begeisterung        FRAGEZEICHEN FRAGEZEICHEN

ALTES ALTES ALTES ALTES ALTES ALTES ALTES ALTES  Neues                                FRAGEZEICHEN FRAGEZEICHEN

NICHT FREUDE  NICHT FREUDE  NICHT FREUDE  NICHT FREUDE  Freude           FRAGEZEICHEN FRAGEZEICHEN

 

 

© Andreas Reck 2017

      November 2017

POLITISCHE BEZIEHUNGEN

EL PRESIDENTE

 

Presidente wir lieben dich
Presidente bitte lasse uns nicht im Stich

 

Presidente wir hassen dich
Presidente bitte lasse uns nicht im Stich

 

Du nimmst unsere Entscheidungen ab

Du bist prima toll und glatt

Stehst da vorn ein Stier von Nacken

Machst mit Reden deine Tacken

 

Leben wirst du niemals frei

Gehst dafür nicht unter im Alltagsbrei

Dein Brei ist nicht fremdnormiert

Deinen Brei bekommst du serviert

 

 

Presidente wir lieben dich
Presidente bitte lasse uns nicht im Stich

 

Presidente wir hassen dich
Presidente bitte lasse uns nicht im Stich

 

 

Presidente du bist Käse

Presidente du trinkst tollen Wein

Presidente so wie du möchte jeder sein

Presidente auch Ich finde dich sehr, sehr fein

 

Presidente mach uns Geschenke

Presidente erhöhe die Rente

Presidente mach keine Fisimatente'
Presidente sei bitte einfach keine lahme Ente

 

 

© Andreas Reck 2016

      November 2016

 

BENDER WAHLSTAHL

 

Ich lasse mich nicht verbiegen
Ich bin doch kein blödes Stahl

 

Mein größstes Feindbild ist der Aal

Natürlich gehe ich zur Wahl

 

Ich lasse mich nicht verbiegen
Ich bin doch kein blödes Stahl

 

Stahl hält nicht zu lange aus
bekommt es Hitze ist es aus

 

Von allen Mitschwimmfischen ist meine größste Qual

Der gottverdammte Aal

Ja doch der Schlingel mag nur schlingeln

Niemals wichtige Alarmglocken bimmeln

 

Er schlängelt wie eine Schlange

Um jede gottverdammte Stange

 

Kommt hin wohin er auch nur möchte

Wenn er doch nur was "Gscheites" möchte

 

 

© Andreas Reck 2016

      November 2016

 

 

BENDER WAHLSTAHL 2

 

In der Masse gehen wir Schafe unter

Ja das Alltagswasser hält uns munter

Wenn wir die Wahl hätten würden wir nicht wählen
Wenn wir die Wahl hätten würden wir mehr zählen

 

Allein im Wollpullover darf ich Schaf sein
Hier bin ich Schaf hier bin ich Mensch

 

Anschweigsam und Weich

Bin ich gerne dumm und bleich

 

Stahl zu sein ist viel zu kalt

Als weicher angenehmer Wollpullover werd ich alt

 

Allein im Wollpullover darf ich Schaf sein
Anschmiegsam ganz ruhig und weich

 

Niemals werde ich mich Sorgen

Kritischer Verstand bleibt mir für immer verborgen

 

Die Menschen chauffieren und rasieren mich

Glücklich lebe ich als Nutzen

von Menschen welche sich tagtäglich müssen

sich selber ihre Zähne putzen

 

 

 

© Andreas Reck 2016

      November 2016

 

UNTERSCHIEDLICHE TEXTE

DEUTSCHLAND SCHWIMMBAD HALB 10

 

Blau Blau

Schwimmbecken durchsichtiges Wasser

 

Farben Farben

Badetextilien Schwimmbrillen

 

Grau Grau

Rentnerhaare betagte Schwimmbadgänger

 

Muster Muster

Kachelboden Vergilbte Tattoos

 

 

Wasseraerobik Turmspringen Synchronschwimmen Zeitschwimmen

Turmaerobik Synchronaerobik Zeitaerobik Tauchaerobik

 

Brust Kraul Rücken Schmetterling

Köpfer Salto Auerbacher Schrauben

Alles zum Rhytmus

Alles parallel

 

Salzige Pommes Rot Weiß

Süß Saurer Haribo Regenbogen Scheiß

Macho Bademeister

Nacho Dips

 

 

PLITSCH PLATSCH 

PLITSCH PLATSCH
PLITSCH PLATSCH
PLITSCH PLATSCH

 

 

PLITSCH PLATSCH 

PLITSCH PLATSCH
PLITSCH PLATSCH
PLITSCH PLATSCH

 

 

© Andreas Reck 2016

      November 2016

 

 

ENTGIFTUNGSKUR ENTGIFTUNSGSCHWUR

 

Alkohol und Zigaretten
Ja das sind die beiden Netten

Kaffee trinken wie ein Loch

Ein zwei Kannen trink ich noch

 

Engiftungskur Entgiftungsschwur

Ja ich werde Ihn bald brechen

Ja ich werde mich wieder erbrechen

 

 

Versiegelt werden sollen alle Öffnungen
Po Mund Nase Augen

Ab morgen werde ich mir nichts mehr erlauben
Ab morgen wird ich wieder etwas taugen

 

 

Engiftungskur Entgiftungsschwur

Ja ich werde Ihn bald brechen

Ja ich werde mich bald wieder erbrechen

 

 

© Andreas Reck 2017

      November 2017

 

 

 

DER REGENWURM

 

Regenwürmer wohin ich schaue,

von der lieblichen Feuchtigkeit getrieben aus dem Bau

Jetzt ist der Teerboden voll Vogelfrass

Wie schön war es doch im Grass

 

© Andreas Reck 2016

      November 2016

LEBEN IST EIN GESCHENK

 

Ein Geschenk

dass du nicht ablehnen kannst

Ein Geschenk

mit schöner Verpackung

ohne Inhalt


Wird dir gegeben
wird dir genommen

Geschenkt ist geschenkt

Genommen ist gestohlen

 

80, 40, 33, oder PI

88, 69, 21, oder PI

 

Eigentlich nichtig

Nur was ewig bleibt hat Wert und Sinn

Nur alles oder Nichts

Nur alles oder Nichts

 

 

© Andreas Reck 2016

      November 2016

 

 

SCHLOSS SCHEIBENHARDT

 

Ein malerisches Schloss für kreative Köpfe

Umgeben von Wild und Wald

Decken voller Stuck

Böden gleich bunten Regenbögen

 

Ort sich zu verlieren

Ort sich zu finden

Ort ohne Sinn

Ort voller Wahnsinn

 

Innerlich voll schwachem Sinn und Stunk

Umgeben von Reichtum und Prunk

Tausende Prozesse und Wehen

Sprungbrett zum Ruhm und Ansehen

 

Ratten im Schatten

Überall Marienkäfer

Unendliche Pinselstriche

Alle Spektralfarben

 

© Andreas Reck 2016

      November 2016